2015 | DIE WUPPEN DAS

In der Weihnachtsgeschichte spielt Jesus Ziehvater eine eher bescheidene Rolle am Rande des Geschehens. Dabei sorgt er als Beschützer seiner kleinen Familie auf der Flucht nach Ägypten für deren Wohlergehen. Als sein Beruf wird im griechischen Text Bauhandwerker, Baumeister oder Architekt angegeben. Später wurde daraus Josef, der Zimmermann.

Wir als Architekten möchten in dieser Tradition zur Weihnachtszeit ebenfalls im Hintergrund Gutes tun. Das Schicksal der Flüchtlinge in unserer Stadt geht vielen von uns nahe. Einen besonders schweren Stand haben Jugendliche, die sich allein auf die gefahrvolle Reise gemacht haben. Sie bedürfen besonderer Zuwendung. Wir unterstützen dieses Jahr eine Gruppe von sechs Minderjährigen aus einer Aufnahmeeinrichtung, die aus Afghanistan, Eritrea und Guinea-Bissau geflohen sind.

Gemeinsam mit dem Haus der Projekte am Zollhafen möchten wir ihnen einen ersten Einblick in das Bauhandwerk bieten. Sie erhalten dort eine professionelle Einführung in den Beruf des Zimmermanns. Wir fördern dies wie stets mit dem Geld, das eigentlich für  Präsente unter Geschäftsleuten gedacht war und hoffen, dass wir Ihnen damit aus dem Herzen handeln. Wer unter unseren Adressaten in seinem Betrieb oder beruflichen Umfeld den  Jugendlichen nach dieser ersten Etappe einen weiteren Schritt ermöglichen möchte, handelt im Geist des biblischen Josef.

Wir wissen aus der Begegnung mit den Jungen, dass sie dankbar für die Maßnahme und hochmotiviert sind, diese erfolgreich abzuschließen. Ja, die werden das schaffen! Auf ihrem Weg zur Werkstatt kommen sie an den Auswandererhallen auf der Elbinsel Veddel vorbei. Auch Deutsche brachen einstmals in großer Zahl  mit der Hoffnung auf eine bessere Zukunft in eine Neue Welt auf.

Wir wünschen Ihnen und allen Ihren Lieben zu Weihnachten und zur Jahreswende Alles Gute!