2017 | EINE MUH, EINE MÄH, EINE TÄTERÄTÄTÄ

Arme Kinder in einem reichen Land: Offiziell wächst jedes fünfte Kind bei uns in Armut auf. 

Bei den Kindern aus einer Klasse einer Grundschule in Lurup, der wir in diesem Jahr die Fahrt auf einen Schulbauernhof in der Lüneburger Heide ermöglicht haben, ist es sogar jedes Zweite. Auch das ist ganz normal. Es ist eine Schande!

Armut hat bittere Folgen. Vieles kommt zu kurz. Der Spaß sowieso. Wie mögen Tiere, die die Kinder aus dem Schulbuch oder dem Fernsehen kennen, in Wirklichkeit aussehen? Wenn sie sich dann sogar noch füttern und streicheln lassen, ist das ein richtiges Erlebnis. 

Als Architekten, die wir im Schulbau und auch in sozialen Brennpunkten unserer Stadt seit vielen Jahren tätig sind, wollten wir nicht weggucken. In diesem Jahr haben wir unsere Weihnachtsüberraschung einfach vorgezogen und zwanzig Kinder mit ihren beiden Lehrerinnen für eine Woche im Sommer auf das Land geschickt, um dort die bunte Tierwelt näher kennenzulernen. Oder gackernden Hennen im Hühnerstall die Eier vorsichtig unter dem Gefieder zu stibitzen! Selbst ein kleiner Frosch ist ein großer Spaß, wenn er auf der Wiese vor dem alten Bauernhaus von Kinderhand zu Kinderhand hüpft, bis er sich erleichtert unter die Borke eines umgefallenen Baumstamms retten kann. Zusammen Kochen, das abendliche Lagerfeuer oder die Ausfahrt mit der Pferdekutsche stehen auch auf dem Tagesplan. Das geht alles ohne Handy, das schon längst vergessen ist!

Wie stets haben wir dies Projekt mit dem Geld, das eigentlich für Weihnachtsgeschenke unter Geschäftsleuten wie Sie gedacht ist, gefördert und hoffen, dass wir Ihnen damit auch diesmal aus dem Herzen handeln. 

Ihnen und allen Ihren Lieben wünschen wir zu Weihnachten und zur Jahreswende Alles Gute!